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Archiv für die Kategorie ‘Sinn(los)

Hallo Leben!

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Seit genau dem 1. August 2008 bin ich zum ersten mal in meinem Leben arbeitslos. Eigentlich ein komisches Gefühl, aber es lässt sich aushalten. Ich hatte eigentlich erwartet, dass ich in tiefe Depressionen verfalle. Routinierter Alltag, Nonstop vor dem PC sitzen und rumgammeln…aber irgendwie habe ich verdammt viel zu tun. Und das ist auch gut so! Heute zum Beispiel, habe ich alle Rechnungen und Briefe sortiert. Jetzt habe ich ein schön übersichtliches Schlachtfeld auf meinem Bürotisch. Auf der rechten Seite stappeln sich Bewerbungsunterlagen und Unterlagen fürs Arbeitsamt, gleich daneben die zu bezahlenden Rechnungen…und irgendwo dazwischen liegen Gutscheine zum Einlösen, Tabletten, meine Unterwäsche und andere Sachen. Ich muss sagen, mein Tisch sieht jetzt viel ordentlicher aus als bis vor wenigen Minuten.

Um mir mal richtige Ferien zu gönnen, hatte ich am 4. August um 18:00 Uhr alle meine Sachen in eine kleine Reisetasche gepackt und bin in die Ferien gefahren! Jawohl, Arbeitslose haben auch ein Recht auf Ferien. Vielleicht ist das nicht in unserer Verfassung verankert, oder wo auch immer, aber ich finde, das geht unter Menschenrechte. Ich nahm den Nachtzug ohne Sitzplatzreservation nach Wien, deckte mich aber davor noch mit  Sprüngli Köstlichkeiten ein und einem Buch (Die Eleganz des Igels von Muriel Barbery) und bestieg den Zug, in der Hoffnung wenigstens einen guten Platz zu finden.
Tatsächlich fand ich, was ich brauchte. Ein leeres Abteil ganz für mich alleine! Leider wurde dieses Abteil auch schnell von anderen Leuten beherbergt. So stieg ein junger Österreicher zu, ebenfalls mit einem Buch (Dimensions of Mathematics) und machte sich weit entfernt von mir bequem. Ein paar Minuten später kam ein rothaariger Hühne zu uns und setzte sich gleich gegenüber von mir. Auch mit einem Buch von Dürrenmatt.

Die Fahrt nach Wien war langweilig. Das Buch hatte ich kaum aufgeschlagen, die Köstlichkeiten mundeten mir nicht und eigentlich war ich total genervt von meinen zwei Reisekameraden. Aber gegen morgen kam ich an und wurde von Justyna und Enis mit dem Auto abgeholt. Seit ich Wien zum ersten mal gesehen habe, war ich stets davon überzeugt, dass es eine wunderbare Stadt mit viel Kultur & Boutiquen (very important) ist. Abere leider Gottes machen die Bürger Wiens sie zur Ich-will-so-schnell-wie-möglich-weg-von-hier-Stadt.
Dieser Dialekt den die Österreicher sprechen ist für mich einfach…ein no go! Aber jetzt kann ich wenigstens nach vollziehen, wie sich ein Deutscher in der Schweiz fühlt, wenn er jemanden Schweizerdeutsch sprechen hört…wobei ich sagen muss, dass schweizerdeutsch einfach besser klingt als…österreicherisch!
Ich blieb einen Tag in Wien und am nächsten Tag fuhren Justyna, Anna, Enis und ich im Schneckentempo quer durch Europa nach Krakau! In Krakau übernachteten wir im jüdischen Quartier Kazimierz in einem sehr netten Appartement.

fortsetzung folgt…

Geschrieben von justwordsnoaction

August 14, 2008 um 12:25

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I just can’t get enough!

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…When I’m with you baby, I go out of my head
And I just cant get enough, I just cant get enough

All the things you do to me and everything you said
And I just cant get enough, I just cant get enough…

Ich bin gerade im Büro und höre Depeche Mode. Meine Füsse tanzen unter dem Tisch, meine Gedanken irren irgendwo umher…und eigentlich will ich gar nicht arbeiten. Jetzt steigt mir ein Duft in die Nase. Deo, möglicherweise Axe…und ich liebe es! Er ist leicht süsslich. Unglaublich, was ein Geruch in einem auslösen kann. Ich schliesse die Augen und schnuppere. Erinnerungen kommen auf. Bettgeschichten, Kindheitsträume.

ich liebe Gerüche

Geschrieben von justwordsnoaction

Juli 28, 2008 um 8:09

Veröffentlicht in Sinn(los)