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frustshopping

mit einem Kommentar

gestern habe ich aus lauter frust meine „ferien“ gebucht. genauer gesagt 3 monate vancouver. mai bis juli. was bis her nur angenommen wurde, ist jetzt fakt. ich geh von hier weg. endlich! bis jetzt waren es immer nur die anderen, die ihre ferien gebucht haben und sich im ausland erholt haben oder das abenteuer gesucht haben. jetzt bin ich mal an der reihe. ok, ist nur ein sprachaufenthalt. aber meine mama hätte mich sowieso nicht in den pakistan reisen lassen, deshalb mussten wir einen kompromiss eingehen. und vancouver klingt schonmal zivilisierter als peshwara.
also so richtig realiesiert habe ich es nicht wirklich. aber meine frustration ist damit gegessen. ich bin eigentlich total aufgedreht. ich habe schon fast das gefühl durchzudrehen. ich muss gerade überlegen, ob mir dieser ansporrn, motivation gut tut.

auf bald

Geschrieben von justwordsnoaction

Oktober 16, 2009 um 6:27

Veröffentlicht in Aus dem Leben

Zürcher Filmfestival

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am 5.te zürcherfilmfestival war ich nicht nur volontär, sondern hatte auch einen Filmfestival-Pass bekommen. Ich klapperte natürlich alle möglichen filme ab, die ich schauen konnte, die da wären: Imaginarium of Dr. Parnassus, The September Issue, Defamation, Samson & Deliah, Whisky mit Vodka

the imaginarium of dr.parnassus
ein absolut cooler film von terry gilliam (life of brian, fear and loathing in Las Vegas) MIT Heath Ledger, Johnny Depp, Lily Colen, Colin Farrel, Jude Law.
Alleine wegen der besetzung sollte man den film schauen. die geschichte ist kurz erzählt: dr.parnassus ist ein zocker und schliesst immer wetten mit dem teufel ab. bei seiner letzten hat er die unsterblichkeit gewonnen. jetzt zockt er um seine tochter. mit einem wander-theater, das „The Imaginarium of Dr.Parnassus“ heisst, fährt er  mit seiner tochter, einem zwerg und einem jungen und möchte die leute dazu bringen, durch einen magischen spiegel zu gehen. Jeder der durch den spiegel geht, findet sich in seiner eigenen traumwelt wieder. rauskommen kann er nur, wenn er seinen versuchungen wiedersteht. etc. etc.

the september issue
eine super super langweilige story, über die amerikanische september ausgabe der vogue. ich bin fast eingeschlafen im kino. zusehen kriegt ihr eigentlich nicht viel. wer eine fuchsteufelswilde anna wintour erwartet, täuscht sich. ich hatte mehr vom film erwartet, mehr hintergrund, etc. aber das wird dem zuschauer irgendwie erspart.

defamation
eine doku über antisemitismus von einem israeli. sehr gut, sehr eindrücklich und teilweise oft schockierend. der film zeigt sehr gut, wie die jungen israelis schon von klein auf darauf eingestellt werden, dass sie von allen gehasst werden.
ein jüdisches mädchen spricht mit einwohnern in auschwitz und stellt nach einiger zeit fest, dass die polen sie als hund und esel beschimpft haben. in wahrheit fragten die männer, woher sie kommt.
also unbedingt rein!

samson and deliah
eine lovestory über zwei teenager-aborigines, die in der tiefsten wildnis leben. mehr kann ich leider nicht dazu geben, weil ich den kinosaal nach 50 minuten verliess. es gibt kaum eine story im film, es wird kaum geredet, die kids sind dreckig, faul, stehlen, sind unhygienisch und naja…where is the love? auf einer skala von 1 – 10 kriegt der film von mir 0!

whisky mit vodka
eine deutsche komödie mit mir unbekannten schauspielern. normalerweise mag ich deutsche filme gar nicht im kino schauen, aber der war einfach nur lustig und gut. es geht um einen älteren schauspieler, der dem alkohol verfallen ist. die produzenten beschliessen ihn mit einem anderen schauspieler  zu ersetzen, was ihn dazu bringt, dem neugling zu zeigen, wer der wahre star der filmproduktion ist.

Geschrieben von justwordsnoaction

Oktober 9, 2009 um 12:18

Veröffentlicht in moi au cinema

i belong to you

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…and you belong to me“ kommt es aus meinen kopfhörern. hat lenny an vanessa gedacht, als er das lied schrieb? ich lass es nochmals laufen. und nochmals und nochmals.

ich sitze gerade im büro, fast ganz alleine und mache irgendwelche scripts für die neue DB. nebenbei wir ein neuer artikel über das zürcher filmfest komponiert. mal sehen, ob ichs hinkriege bis sonntag abend. seit ich an der limmatstrasse arbeite, habe ich den kreis 4 für mich entdeckt. über mittag flaniere ich immer über die langstrasse. meine highheels und netzstrümpfe bleiben dabei zuhause. seit ich jetzt täglich mit meinem coolen rennvelo von zu hause zum bahnhof örlikon losflitze, sind flache schuhe sowieso an der tagesordnung. ich habe ausgerechnet dass ich ca. 5 minuten mit dem velo zum bahnhof brauche. mit dem bus sind es ca. 15 minuten. hätte mein velo bessere bremsen, würde sich die fahrzeit auf max. 3 minuten verringern…

also der kreis 4. was soll ich dazu sagen? für alle leute, die nicht in zürich wohnhaft sind: der kreis 4 mit seiner langstrasse ist das rotlichtmillieu von zürich. aber das wird mehr und mehr zur nebensache. der kreis 4 ist hip und ich bin wohl die allerletzte zürcherin, die ihn für sich entdeckt hat. was solls, besser jetzt als nie! also ich taste mich vom limmatplatz her an. bis zum riffraff kino bin ich ja gekommen. eines meiner lieblingskinos überhaupt. also was nach riffraff ist, weiss ich noch nicht, aber wir werdens sehen.

wenn ich noch nicht in die weite welt hinaus kann, hole ich sie mir halt in die stadt und lebe mein eigenes abenteuer. im kreis 4. mir kommt gerade die idee, einen artikel über nutten & co. an der langstrasse zu schreiben!
…wär mal was interessantes.

Geschrieben von justwordsnoaction

Oktober 9, 2009 um 11:54

Veröffentlicht in Aus dem Leben

Batman hurra!

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well…good evening to you.

gestern hatte ich meinen zweiten tag in der frauenbadi. die CS war sponsor und es kamen SEHR gediegene gäste. alles lief blendend, die leute waren dieses mal nett und freundlich. irgendwann meinte jemand, dass michael keaton erscheinen soll. die gerüchte liessen mich kalt, ich machte mein zeug und empfing die gäste. und plötzlich wurde das mikro angemacht und die kameras und die fotografen scharrten sich um einen mann der 2 meter vor mir stand und kleiner als ich war. hurra, mein erster star vor meiner nase! nach 10 minuten geschwaffel mit tanja gutmann kam er auf uns sechs service-mädels zu und guckte uns an. wir schauten verängstigt zurück. die luft blieb uns weg, die knie wurden weich und unsere gedanken überschlugen sich. dann kam er zum Campari Getränk an dem ich stand und schaute mich an und sagte: „good evening to you“. ich strahlte ihn an und erwiderte….nichts. mir viel nichts gescheites ein. sein bodyguard stand hinter ihm, seine frau wohl auch, nadja schildknecht zeigte uns ihr künstliches lächeln und ich sagte einfach nichts!
aber jetzt bin ich der grösste michael keaton fan und morgen darf ich wohl til schweiger bewirten. mal sehen, wie das wird…

jetzt essen und gute nacht!

Geschrieben von justwordsnoaction

Oktober 2, 2009 um 5:02

Veröffentlicht in 1

soll mir doch jemand mal…

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…sagen, mein leben wär langweilig. seit letztem freitag komme ich kaum noch dazu, richtig zu relaxen oder auszuschlafen. die wochen davor möchte ich an dieser stelle nicht erwähnen.

freitag hatte ich ein vorstellungsgespräch bei einer kleinen, expandierenden firma im zentrum von zürich. sie haben mir den vertrag praktisch in den ersten 2  minuten unseres gesprächs in die hand gedrückt. ohne, dass ich mich angestrengt habe.  ich bin als zukünftige assistentin ins büro gekommen und kam als DBA raus. naja…DBA ist ein bisschen zu hoch gepokert, aber ich bin für die ganze DBA (FileMaker) zuständig. nur ich! niemand anders! ich hatte bis vor 2 tagen keine ahnung, was das ist, aber jetzt bin ich um einiges schlauer.
zurück zu meinem stressigen wochenrückblick. also freitag hatte ich meinen job, danach bin ich sogleich zu einem anderen job gehetzt. zu hause angekommen hetzten ich ans freestyle.  mein erstes freestyle hinter einer rivella bar an der kasse. und das 3 tage lang. es war grosse klasse, was ich machen durfte (rivella & bier verkaufen – woho). also eigentlich war ich total fehl am platz am freestyle…meine hosen und minis (jawohl) lagen an den hüften und nicht an den knien. farblich gesehen war ich ziemlich konservativ, im gegensatz zu vielen jungs & mädels. und ich hatte keine piercings.

aber ok…alles in allem war cool. am samstag sah ich noch paar jungs von der arbeit. am sonntag kam mischa mit seiner fetten geilen hammer kamera und am abend waren wir wieder zusammen nachhause gefahren. plus 2 liter bier im gepäck, die ich am rivella stand geklaut hatte.
unterwegs wurden noch freunde getroffen. folglich kam ich erst um 01 uhr nachhause.

der nächste tag war aber viel schlimmer. vorstellungsgespräch um 9 uhr, zeugs erledigen in der stadt, etc. etc. und am abend in der Frauenbadi Apero servieren für die hohe gesellschaft.  das ist der moment, wo ich ausdrücklich schreiben möchte, wie bescheuert die Filmfestival Orga ist und was für oberflächliche, dumme Leute Rechtsanwälte sind. erstens einmal hatten sie kein benehmen. wenn der service kommt und dir einen drink anbietet, kehrst du ihm nicht den rücken zu und ignorierst ihn nicht. zweitens sind diese leute vollkommen blöd. vielleicht gebildet, aber stroh doof, wenn ihr versteht, was ich meine. jemand, der keinen respekt vor anderen leuten hat, kann einfach wenig intelligent sein. und die Ober-Orga (keine Namen) hielt ich für symphatisch. dabei ist sie eine eiskalte, dämmliche kuh. ich hatte ihr champagner angeboten, sie hat mich ignoriert und verfiel in ein gespräch mit einem typen. argh!

dafür war der abend später umso besser. die schweizer premiere zu „The Imaginarium of Dr. Parnassus“ war das Highlight der ganzen Filmfestspiele, abgesehen von Roman Polanski’s Verhaftung. Das Kino war proppevoll, ich hatte zwei tolle, heisse gäste dabei und der film war richtig amüsant. heath ledger, johnny depp, colin farell und jud law in einem film. grosse klasse. danach kam noch der regisseur terry gilliam auf die bühne und stellte sich den fragen von michael bodmer. grosses kino, leute!

kommen wir zu dienstag. mein erster arbeitstag war klasse. die leute sind gut gelaunt (noch), die arbeit erfordert noch keine anstrengung und meinen eigenen laptop krieg ich auch noch. am nachmittag hetzte ich wieder nachhause und dann wieder ins kino. ein wettlauf mit der zeit, was ich da vollbrachte. corso 1 hatte an diesem abend „the september issue“ zu bieten. wir hatten die besten plätze im kino (balkon top class). nur der film war ein riesen flopp.
„The September Issue“ ist ein Dokumentarfilm über die enstehung der septemberausgabe der amerikanischen Vogue. die september ausgaben sind immer speziel. viele fotostrecken, viele interviews und noch mehr machten die printausgabe im jahr 2007  ca. 2 kg schwer mit 600 und mehr seiten. also ein riesen ding. nur hatte der film keinen roten faden, sprang hektisch von einer story zur anderen oder war teils nicht aussagekräftig. meiner meinung nacht hätte man sehr viel mehr aus diesem stoff machen können. aber überzeugt euch selbst davon.

heute hätten wir mittwoch. ich bin müde wieder einmal und das mit recht. infotagung über den studiengang journalismus in winterthur war informativ. aber ob ich es wirklich studieren möchte?

gute nacht!

Geschrieben von justwordsnoaction

September 30, 2009 um 8:13

Veröffentlicht in Aus dem Leben

Ein Gespräch mit einer Surprise-Verkäufer

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Unter dem Kastanienbaum, an der Bahnhofbrücke, treffe ich Christine C., 61, deren freundliches Lächeln jedem Passanten auffällt und auch gleich erwidert wird. Sie packt gerade ihre Sachen zusammen und erklärt mir, dass wir unser Gespräch im Marchée führen werden. „Dort kann man sich prima unterhalten!“, erklärt sie mir strahlend. Mit einer solchen Selbstverständlichkeit und Offenheit hab ich nicht gerechnet und habe fast das Gefühl, dass es nicht ihr erste Mal ist, mit einem Fremden über ihr Leben reden zu wollen. Christiane C.

Tatsächlich hat sie schon mit Interessierten geredet, die mehr über ihr Leben wissen wollten. Stolz präsentiert sie mir auch ein preisgekröntes Foto von sich, welches ein Student aufgenommen hat, nachdem wir uns mit Café und einem O-Saft in die hinterste Ecke des Bistros gesetzt haben und es uns gemütlich machen.

Seit 2 Jahren arbeitet Christine als Strassenmagazinverkäuferin an der Bahnhofsbrücke in Zürich. Hier hat sie ihren Platz in der Gemeinschaft von Randständigen gefunden und fühlt sich auch wohl. Meistens verkauft sie die Surprise, die jede zweite Woche aufgelegt wird, an die Stammkundschaft. „Wieviele Hefte hast du heute verkauft?“ frag ich sie neugierig. „Genau 10. Deshalb musste ich vor unserem Treffen neue Hefte kaufen gehen. Ich werde jetzt auch schnell meine Heftlis anschreiben, wenn du nichts dagegen hast. Das ist Pflicht, alles andere guter Wille.“ Die vierstellige Nummer dient übrigens zur Identifikation der Verkäufer, wie ich erfahre und maximal dürfen zehn Magazine zum Verkauf mitgenommen werden. Wenn alle verkauft sind, holt man sich jeweils eine neue Stappel.
Während ich ihr beim ausfüllen der Heftlis zuschaue, nippe an meinem Saft und stelle erstaunt fest, dass Christine ihren Café schon fertig getrunken hat. „Bist du den glücklich und zufrieden mit der Arbeit, die du machst?“ Ohne zu zögern antwortet sie:“Ja, absolut. Hier habe ich meinen jetztigen Partner kennengelernt und durch ihn und seine Freunde, die gleich neben mir auf der Brücke sitzen, fühle ich mich einerseits beschützt, anderseits zugehörig. Ausserdem habe ich keinen Chef, der mir auf die Finger schaut und kann in meinem Rhytmus arbeiten.“
Ohne Umschweif kommen wir dann auf ihre Vergangenheit zurück. Nachdem sie ihre Matura im Tessin abgeschlossen hatte, zog sie in die Deutschschweiz, um ihr Studium an einem Lehrerseminar zu beginnen. Zwei Semester lang hatte sie studiert, bis sie eines Tages ihr Zeug zusammen packte und mit ihrem Freund in die weite Welt zog. Da war sie gerade mal 19. Erst zehn Jahre später sollte sie wieder nach Hause kehren und das abgebrochene Studium beenden.

Was sie in den zehn Jahren an Erfahrung erlebte, lässt jeden Abenteurer und Backpacker vor Neid erblassen. Mit wenig Geld und ihrem Reisepass entdeckte sie Europa und marschierte mit anderen Reisenden nach Istanbul, das in den 60er und 70er Jahren eine der vielen Stationen des berühmten Hippie Trail nach Goa war.
„In Istanbul lebte ich neun Monate lang. Wir teilten uns mit anderen Hippies einen Dachboden in einem heruntergekommenen Hostel, aber die Leute und die Atmosphäre machte die Zeit unvergesslich. Die meisten Leute, die ich kennengelernt hatte waren nur auf Durchreise mit dem Ziel Goa. Viele von ihnen haben sich eine Existenz dort aufgebaut oder waren dem Rausch und dem Zauber Indiens verfallen und sind gleich dort geblieben. Mich zog es hingegen wieder zurück nach Europa, weil Indien mich überhaupt nicht faszinierte. Ich habe dann kehrt gemacht und machte mich auf den Weg nach Spanien. Ich bereiste Spanien meistens per Anhalter, was nicht ganz ungefährlich war.“

Meistens fuhren sie im hinteren Teil des Lasters mit, die nicht gedeckt waren. Als ihr Freund bei einem Zwischenhalt Wasser für den Laster holen musste, fuhr der Wagen plötzlich weiter. „Da wusste ich, dass etwas nicht stimmt. Ich stellte mich auf unsere Rucksäcke und schwang mich aus dem fahrenden Wagen. Ich blieb noch ein paar Minuten im Feld liegen, damit mich der Fahrer nicht sehen konnte. Es war einfach nur glück, dass ich unverletzt geblieben bin. Als ich im nähsten Dorf vorbei kam, sah ich meinen Freund mit der Polizei unterwegs. Unsere Rucksäcke hatten wir seit dann nicht mehr gesehen.“ Mit dem Schweizerpass in der Hand ging es dann wieder Richtung Schweiz.

Zurück in der Schweiz beschloss Christine wieder ihr Studium aufzunehmen. Die Integration in die Gesellschaft war jedoch schwerer, als gedacht. Als ausgebildete Primarlehrerin verstand sie sich mit Schülern sehr gut, die Kollegen grenzten sie allerdings aus, weil sie halt anders war. „Ich hatte eine Bildung und war neben der Schuldirektorin die einzige Lehrerin mit einem Studium in meinem Beruf. Der Neid meiner Kollegen war damit garantiert und als ich dann noch bei Pfarrer Sieber im Pfuusbus mithalf, war ich nicht mehr willkommen“, erklärt Christine und bedauert, dass sie sich wieder in die Gesellschaft eingliedern wollte. „Heute würde ich das nicht mehr tun“, stellt sie fest.

„Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir wünschen?“, frag ich sie.
„Nichts…ich bin wunschlos glücklich. Vielleicht würd ich mir etwas für meine Freunde wünschen, aber für mich persönlich kann mein Leben so weitergehen wie es im Moment verläuft.“
Nachdem wir uns voneinander verabschiedet haben, eilt Christine wieder zurück an ihren Platz, um die nächste Stappel Hefte los zu werden und anbei über Gott und die Welt mit ihren Freunden und Stammkunden zu plauden.

Zum Hippie Trail:
Der Hippie Trail war eine Route der Hippies/Abenteurer/Backpackers  in den 60er und 70er Jahren, die meistens in Europa ihren Anfang nahm und Goa (Indien) als Ziel hatte. Die Route führt über Istanbul nach Teheran (Iran), Kabul (Afghanistan) und Peshawar (Pakistan) und wäre heutzutage wahrscheinlich der reine Selbstmord, bedenkt man die politische Lage in diesen Gebieten. Die meisten Reisenden waren nach Selbstfindung, kulturellem Austausch und auf der Suche nach Gott (Afghanistan & Opium. Hier klingeln die Glocken). Wenn man auf Google nach Hippie Trail ausschau hält, entdeckt man einen Link zu Flickr, mit Fotos von einem Hippie, der damals fast dieser Route entlang gereist ist. Sehr interessant und spannend!

Geschrieben von justwordsnoaction

August 12, 2009 um 10:25

Veröffentlicht in Aus dem Leben

der bünzli

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in letzter zeit beschäftigte mich die bedeutung des bünzlis (spiessbüger) zunehmend. was ist ein bünzli? wikipedia erklärt:

Als Spießbürger oder Spießer werden in abwertender Weise Personen bezeichnet, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen, Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung und ein starkes Bedürfnis nach sozialer Sicherheit hervortun.

Ja, so in etwa könnte man Bünzlis beschreiben.
ich war heute im copyshop im shopville, als mir ein bünzli auffiel. vorne an der kasse, gleich neben mir, brannte er nach auskunft über die preise des kopierens. und das ging lange:

„grüezig. ich muen zwoi sache uuusdrucke. wie chan ich das mache und wievil choschtet das?“, fragte er in einem bauernakzent. er sah überhaupt nicht wie ein bauer aus, sondern eher einer von diesen wirtschafts-fuzzis. mit kravatte & anzug.

„dazu brauchen sie erstmal eine copycard (5.- depot) und dann müssen Sie zum Beispiel 5 franken draufzahlen. vom pc ausdrucken kostet 1.- je blatt und 1 minute am pc kostet 0.67 franken“, meinte die dame an der kasse.

der bünzli, sichtlich schockiert, tat sein bestes und verhandelte:“ ja aber zeeeh  franke für zwoi kopie? das isch aber saftig vill? ich muen ja nur zwei sache usdrucke! mein gott, isch das tüüür…wieso isch das so tüür?“

„schauen Sie…sie haben 5 franken depot, also zahlen Sie nur 5 franken für die zwei Sachen. Die Minute am PC kostet natürlich auch, das müssen Sie dazurechnen. und natürlich das papier.“

„ja aber, wenn ich i einre Minute fertig bin und d’blätter 1.- koschtet…denn…han ich ja no 2.33 franke ufem kärtli. zahled Sie mir das den us?“

Ich war so am dampfen und hätte dem typen, eine übergezogen mit weiss was ich. leider war ja nichts in der nähe und so strahlte ich meine giftigen blicke auf seinen rücken.

Geschrieben von justwordsnoaction

August 10, 2009 um 4:17

Veröffentlicht in YOU make my day

weggeschwemmt

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heute zog es mich für einmal nicht in die frauenbadi und an den see, sondern an die limmat, beim escher-wyss-platz/wipkingerplatz. gleich gegenüber vom swissmil gebäude kann man die seele am ufer der limmat baumeln lassen. die strömung ist nicht reissend, aber mich hat es glatt von den füssen gehauen, als ich ins wasser ging.

und wie war mein wochenende sonst so? freitag hab ich mich bei petra zu einem guten roten betrunken. wir haben den ganzen abend über männer gelästert und über fotografie gequatscht. war ganz interessant. bei männern sind wir noch nicht schlauer geworden.
samstag war ja streetparade und dazu noch schlechtes wetter. da kann man eigentlich nur zuhause sitzen. ich bin aber trotzdem noch kurz in die stadt, um einkäufe zu erledigen.
und so schlau ich war auch ohne schirm und mit einem durchsichtigen schwarzen t-shirt. man(n) kann sich nun vorstellen, wie ich nach einer regentaufe aussah, aber zwischen all den nackedeis blieben mir empörte und lüsternde blicke erspart.
das war übrigens mein erster – und vorläufig letzte streetparade-besuch. zu hause angekommen, erwischte mich noch meine nachbarin und fragte ganz erstaunt, weshalb ich denn nicht an der streetparade wäre. sie hätte ihren sohn (ca. 13) hingeschickt und er schickte ihr ein sms, dass es so toll und wunderbar wäre! am liebsten hätte ich ihr eins um die ohren geschlagen mit meinem nassen t-shirt. streetparade ist und bleibt nix für kleine kinder. meine meinung.

bis bald!

Geschrieben von justwordsnoaction

August 9, 2009 um 6:10

Veröffentlicht in Aus dem Leben

fast wär ich weg

mit 2 Kommentaren

wenn ich morgen nicht arbeiten müsste, wär ich heute schon in berlin. meine ganze familie sitzt in polen und wien und ich bin die einzige, die vereinsamt darauf wartet, bis der nächste tag anbricht.
gestern abend wollte ich schon mein zeug packen und zum bahnhof fahren…aber da wäre ja noch die arbeit, die morgen früh ansteht.
aber nächstes mal bin ich weg. versprochen.

Geschrieben von justwordsnoaction

August 2, 2009 um 5:57

Veröffentlicht in Aus dem Leben

uah!

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was man heut zu tage auf den strassen von zürich erblickt, ist mehr als nur bemittleidenswert. mehr als 30 Grad hitze, ich in knappen shorts und ärmellosen tshirt, schlenderte ganz in gedanken versunken an einer gruppe schwarzer striche und kreise vorbei. völlig verdattert war ich stehen geblieben und betrachtete diese fetten und dürren mädels in schwarzer leggins von hinten. zuerst fragte ich mich, wieso es diesen leuten erlaubt ist, sich in hautenge kleidung zu stecken. die pummeligen pampelmusen hatten an den leggins schon salzflecken vom schwitzen. die klapprigen striche neben den fetten mädels hatten über ihren leggins noch hotpants an. das ist einfach ein no-go. merkts euch bitte. das ist ein no-go! das sieht erstens mal beschissen aus und zweitens idiotisch, weil man bei 30 grad hitze einfach keine langen kleider anzieht. bei denen ist das hirn ganz bestimmt schon verdampft…
kann mir einer bitte erklären wer diesen geschmacklosen stil erfunden hat? trägt man das nur in zürich oder wimmeln diese kreativlosen gestallten auch in Paris, Mailand und Berlin rum? ich weiss, dass das nicht der fall ist und hoffe, dass ich mich täusche…

genug geschimpft. jetzt geh ich ins kino!

Geschrieben von justwordsnoaction

Juli 17, 2009 um 4:20

Veröffentlicht in Aus dem Leben